Lichterführung auf See – Positionslichter richtig führen und nachts sicher unterwegs sein| Gründl Tipps & Tricks
Lichterführung auf See – Positionslichter richtig führen und nachts sicher unterwegs sein | Gründl Tipps & Tricks

Lichterführung auf See
sicher durch die Nacht segeln

Wenn die Sonne untergeht und die See dunkel wird, sind Positionslichter eines der wichtigsten Sicherheitssysteme an Bord. Sie sorgen nicht nur dafür, dass eine Yacht gesehen wird, sondern übermitteln anderen Verkehrsteilnehmern wichtige Informationen über Kurs, Fahrtrichtung und Betriebszustand des Bootes.

Moderne LED-Navigationslichter verbrauchen heute nur noch sehr wenig Energie. Dennoch bleibt die richtige Lichterführung unverzichtbar – denn Radar, AIS oder Plotter können ausfallen, Positionslampen hingegen bleiben das grundlegende Kommunikationsmittel auf See.

Warum Positionslichter so wichtig sind

Ein weißes Licht allein würde ausreichen, um ein Boot sichtbar zu machen. Die internationale Lichterführung verfolgt jedoch ein anderes Ziel: Sie soll anderen Fahrzeugen sofort zeigen,

  • in welche Richtung sich das Boot bewegt,
  • ob es unter Segeln oder unter Maschine fährt,
  • ob es ankert,
  • oder ob seine Manövrierfähigkeit eingeschränkt ist.

Wer die Bedeutung der Lichter versteht, kann Begegnungen auf See deutlich besser einschätzen und frühzeitig reagieren.

Gesetzliche Vorschriften für Positionslampen

Für Yachten gelten die internationalen Kollisionsverhütungsregeln (KVR/COLREG) sowie die nationalen Vorschriften der jeweiligen Flaggenstaaten. Unter deutscher Flagge dürfen nur zugelassene Navigationsleuchten verwendet werden.

Wichtig ist außerdem, dass Positionslichter andere Anforderungen erfüllen als Innen- oder Decksbeleuchtung. Entscheidend sind unter anderem:

  • korrekte Lichtfarbe,
  • definierte Abstrahlwinkel,
  • ausreichende Tragweite,
  • elektromagnetische Verträglichkeit,
  • sowie eine seewasserfeste Ausführung.

Beim Kauf sollte deshalb auf zugelassene Marineleuchten geachtet werden.

Navigationslampen

  • LED Navigationslicht Classic 12

    Klassische Eleganz trifft moderne Technologie

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    Klassische Eleganz trifft moderne Technologie

  • Hecklicht, Chrom

    Elegantes Hecklicht für Boote und Yachten

  • Sphera IV LED-Topplicht 360°, weiss

    Positionslichter für höchste Sicherheit bei Tag und Nacht

Qualitätsmerkmale moderner LED-Navigationsleuchten

Hochwertige Positionslampen zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • kompakte Bauform,
  • UV-beständige Linsen,
  • hohe Schlagfestigkeit,
  • Schutzklasse mindestens IP67,
  • geringer Stromverbrauch,
  • Betrieb an 12 und 24 Volt,
  • Überspannungs- und Verpolungsschutz.

Gerade auf Fahrtenyachten lohnt sich die Investition in langlebige LED-Technik.

Wann müssen Positionslichter eingeschaltet werden?

Positionslichter müssen grundsätzlich bei Nacht geführt werden. Zusätzlich sollten sie eingeschaltet werden bei:

  • Nebel,
  • starkem Regen,
  • Dämmerung,
  • und allen Situationen mit eingeschränkter Sicht.

Im Zweifel gilt: Lieber früher einschalten als zu spät.

Die wichtigsten Positionslichter im Überblick

Eine Segelyacht führt normalerweise ein rotes, ein grünes und ein weißes Licht. Zusammen decken diese Lichter den gesamten Horizont von 360° ab.

Seitenlichter

  • Backbord: rot
  • Steuerbord: grün
  • Sichtbereich jeweils 112,5°

Bei Yachten unter 20 m dürfen beide Lichter in einer Zweifarbenlaterne kombiniert werden.

Hecklicht

  • Farbe: weiß
  • Sichtbereich 135°
  • möglichst weit achtern montiert

Topplicht

  • Farbe: weiß
  • Sichtbereich 225°
  • mindestens einen Meter oberhalb der Seitenlichter

Das Topplicht wird nur geführt, wenn die Yacht als Maschinenfahrzeug gilt.

Rundumlicht

  • Farbe meist weiß
  • Sichtbereich 360°
  • typischerweise als Ankerlicht verwendet

Lichterführung unter Segeln

Fährt die Yacht ausschließlich unter Segeln, werden geführt:

  • rotes Seitenlicht,
  • grünes Seitenlicht,
  • weißes Hecklicht.

Viele Blauwassersegler verwenden zusätzlich oder alternativ eine Dreifarbenlaterne im Masttopp. Durch die größere Höhe bleibt das Licht bei Seegang oft besser sichtbar.

Lichterführung unter Motor

Sobald der Motor benutzt wird – auch wenn Segel gesetzt sind – gilt die Yacht rechtlich als Maschinenfahrzeug.

Dann müssen zusätzlich zu den Seitenlichtern und dem Hecklicht ein weißes Topplicht geführt werden.

Lichterführung vor Anker

Vor Anker ist ein weißes Rundumlicht vorgeschrieben. Es zeigt anderen Fahrzeugen eindeutig, dass das Boot nicht in Fahrt ist.

Sonderfälle

Für manövrierunfähige Fahrzeuge sind zwei rote Rundumlichter übereinander vorgeschrieben.

Kleine Boote unter sieben Metern dürfen unter bestimmten Bedingungen vereinfachte Lichter führen. Ein weißes Licht muss jedoch jederzeit griffbereit sein.

Tragweite und Schiffsgröße

Die erforderliche Sichtweite der Positionslichter hängt von der Länge des Bootes ab. Sehr kleine Leuchten sind nicht automatisch zulässig. Vor dem Einbau sollte geprüft werden, ob die Tragweite den gesetzlichen Anforderungen der jeweiligen Bootslänge entspricht.

Praktische Tipps für die Nachtfahrt

  • Positionslichter vor jeder längeren Fahrt testen.
  • Linsen sauber und frei von Salzablagerungen halten.
  • Auf Korrosion an Steckern und Kabeln achten.
  • Ersatzsicherung und Ersatzleuchtmittel bereithalten.
  • Nach Umbauten die korrekten Abstrahlwinkel kontrollieren.
  • Bei LED-Leuchten auf Marinezulassung achten.

Eine regelmäßige Sichtkontrolle erhöht die Sicherheit erheblich.

Fazit:

Lichterführung ist weit mehr als Prüfungswissen. Sie ist ein zentrales Kommunikationssystem auf See und hilft, Situationen auch ohne Funk oder Elektronik richtig zu deuten. Wer seine Positionslichter korrekt führt und regelmäßig kontrolliert, erhöht die eigene Sicherheit und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Moderne LED-Navigationsleuchten machen Nachtfahrten heute besonders komfortabel: Sie sind langlebig, energieeffizient und zuverlässig – vorausgesetzt, sie sind korrekt installiert und zugelassen.

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